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데아 로어의 드라마에 나타난 폭력의 양상

Title
데아 로어의 드라마에 나타난 폭력의 양상
Other Titles
Die Aspekte der Gewalt in Dea Lohers Dramen Manhattan Medea (1999) und Unschuld (2003)
Authors
김윤진
Issue Date
2019
Department/Major
대학원 독어독문학과
Publisher
이화여자대학교 대학원
Degree
Master
Advisors
박인원
Abstract
In der vorliegende Arbeit wird die Gewaltdarstellung in den Theaterstücken von Dea Loher (1964-) betrachtet, vor allem in Manhattan Medea (1999) und Unschuld (2003). In ihren Dramen bringt Dea Loher die seit den Neunzigerjahren unter dem Neokapitalismus zusammengebrochene Gesellschaft lebendig zur Darstellung. Ihre Stücke zeigen Wut über den Materialismus unserer Zeit auf sehr konkrete Weise und sind dabei leicht verständlich. Deshalb gilt Loher zusammen mit Elfriede Jelinek (1946-), René Pollesch (1962-) und Marius von Mayenburg (1972-) zu den bekanntesten deutschsprachigen TheaterautorInnen der Gegenwart. In dieser Arbeit wird zuerst der Begriff der Gewalt betrachtet und zwei Typen – nicht-physische und emotionale Gewalt –, welche in Lohers eine besonders wichtige Rolle spielen, analysiert. Im Anschluss wird untersucht, auf welche Weise diese Gewalttypen in Manhattan Medea und Unschuld konkret beschrieben werden. Schließlich wird die Rolle des Gewalt-Motives bei der Aufführung des Theaters von Loher diskutiert. Im Kapitel 1 wird die Autorin Dea Loher vorgestellt und die typischen Charakteristika ihrer Dramen betrachtet. Dabei wird auch auf Selbstaussagen der Autorin eingegangen, denen zufolge sie mit ihren Stücken versucht, einen Ort zu schaffen, wo der Zuschauer politisch denken könne. Die Dramatikerin erreicht ihr Ziel, indem sie nicht die vordergründigen, sondern die unsichtbaren wesentlich menschlichen Konflikte dramatisch gestaltet. Vor allem ist bedeutend, dass Loher das Motiv der Gewalt verwendet, um dem Publikum ihrer Stücke im ‘gemeinsamen Erlebnis’ miteinander zu verbinden. In dieser Arbeit werde ich mich auf die Darstellung nicht-physischer und emotionaler Gewalt im Theater von Loher konzentrieren, ein Thema, das wissenschaftlich bisher nicht eingehend behandelt wurde. Im Kapitel 2 wird das Phänomen der Gewalt in Hinsicht auf sechs Bestandteile genauer definiert, nämlich ein äußerliches Element (der ethische Zusammenhang) einerseits, fünf innerliche Elemente (Subjekt, Objekt, Unmittelbarkeit, Mittel und Inhalt) andererseits. Die Gewalt in Lohers Dramen tritt hauptsächlich in Formen auf, in denen das Subjekt ‘nicht-physisch’ gegenüber der ‘Emotion’ des anderer Personen handelt. Dieser Aspekt ist Ausgangspunkt der folgenden Analyse. Das Mittel der Gewalt steht in enger Beziehung zum Subjekt. Es gibt ‘physische Gewalt’, sprachliche Gewalt und nicht-sprachliche Gewalt, die außersprachliche Mittel wie Gesten und Blicke benutzt. Der Inhalt der Gewalt ist mit dem Opfer innig verwoben. Nach diesen Kriterien werden zwei Typen der Gewalt unterschieden, zum einen ‘körperliche Gewalt’ und zum anderen ‘emotionale Gewalt’. Literatur literarisiert diese Gewalt, um die Wirklichkeit des leidende Menschen zu zeigen und um die unsichtbare Gewalt zu visualisieren und sie mittelbar erfahrbar zu machen. Vor allem ist Dea Loher eine Autorin, die die Gewalt vielfältig und reich als Stoff für ihre Werke verwertet. Die nicht-physische und emotionale Gewalt in ihren Stücken zeigt wie und warum Schmerz in der modernen Gesellschaft entsteht. Dieser Verlauf lässt sich aus disparaten Perspektiven sehen, sowohl aus der der Täter wie auch der der Opfer. Lohers Stücke sind aber nicht ‚pädagogisch’, etwa indem das Gute siegt und das Böse bestraft wird. Weder kommentiert sie die in ihren Dramen gezeigten Handlungen, noch stellt sie ihre Meinung dar. Stattdessen macht die Dramatikerin nur die unsichtbare Gewalt auf der Bühne sichtbar, sodass die Zuschauer sie selber wahrnehmen und miteinander in einen sozialen Diskurs eintreten können. Im Kapitel 3 und 4 wird die nicht-physische und emotionale Gewalt in Lohers Dramen am Beispiel von Manhattan Medea und Unschuld untersucht. In Manhattan Medea nimmt die Hauptfigur Medea früher erfahrene Gewalt nachträglich wahr, wenn der Verrat, d.h. die unsichtbare, emotionale Gewalt sich wiederholt. Hier wendet Medea im Nachhinein selbst physische Gewalt an. Das Stück endet mit einem Desaster. Jasons Behandlung von Medea - die Gleichgültigkeit, Beleidigungen, Drohungen und der Vergleich mit anderen Frau –zeigt die Verstärkung von nicht-physischer und emotionaler Gewalt. Medea erkennt und reflektiert ihre vergangenen Taten, ihren Verrat an Vater und Bruder. Der Sweatshop-Boss, der Schwiegervater von Jason wird, tut ihr emotionale Gewalt an. Die alleinstehende Medea kommt zu der Einsicht, dass sie mit dieser Gewalt ihr Problem nicht endgültig lösen kann. Endlich zerstört sie alles, indem sie Claire, Jasons Braut, und das eigene Kind ermordet und sich umbringt. Durch die Hauptfigur Medea macht das Stück nicht nur den Schmerz der unauffälligen emotionale Gewalt sichtbar, sondern es zeigt, dass diese unsichtbare Gewalt durch den Prozess der Wiederholung und Wahrnehmung verstärkt und in sichtbare und physische Gewalt umgewandelt werden kann. Im vierten Abschnitt von Unschuld wird gezeigt, wie nicht-physische und emotionale Gewalt im Alltag durch Rationalisierungsprozesse ausgeübt wird. Die Autorin stellt zur Debatte, ob der Täter – wie der Titel des Werkes andeutet – völlig unschuldig ist, weil seine Gewalt weder sichtbar noch physisch ist. Diese Gewalt an verschiedenen Charakteren in verschiedenen Episoden, kann weitgehend in zwei Typen aufgeteilt werden: zum einen in die Gewalt der ‘Beziehung’, die eine Person bei einem Treffen mit einer anderen Person eingeht, zum anderen die Gewalt der ‘Zuschauer’, bei der viele Personen sich als anonyme Masse versammeln und eine Person angreifen. Die Täter der Gewalt der ‘Beziehung’ lösen emotionalen Verlust und Schmerz auf falsche Weise. Sie sind wahnsinnig und begehen Gewalt gegen Familie oder Fremde. Die Gewalt, die sie ausüben, wird am Opfer während Alltagsgesprächen ausgeführt, d.h. sie geschieht auf verborgene Weise. Sie ist zwar eine unsichtbare Gewalt, die den Körper nicht schädigt, aber die Reaktion und der Schmerz des Opfers erscheinen physisch. Ein Beispiel dafür ist das Verhalten von den Opfern, die ihre Fäuste öffnen und schließen oder sich erbrechen. Da konnten die Opfer die Täter ihre Ärger nicht ausdrücken. Infolgedessen können sie wiederum zu neuen Tätern werden, indem ihre gedrückte Gewalttätigkeit gegenüber dem Dritten hervorbrecht. Der Fall der Gewalt der ‘Zuschauer’ ist insofern etwas Besonderes, weil es Gewalt durch die Zuschauer ist, d.h. durch diejenigen, die Gewalt beobachten. Die Zuschauer sind zwar Figuren auf der Bühne, aber auf der anderen Seite repräsentieren sie auch das Publikum, das diese Gewalt-Szene sieht und sich selbst in die Figuren projiziert. Durch die ‘Zuschauer’ auf der Bühne ermöglicht die Dramatikerin dem Publikum, sich mit diesen Figuren zu vergleichen. Zugleich ermöglicht Loher auch dem Publikum, Reflexionen über ihre Verantwortung im Zusammenhang mit nicht-physischer und emotionaler Gewalt anzustellen. In Unschuld wird Lohers Intention durch eine Figur, die Philosophin Ella, offenbart. Mit anderen Worten möchte die Autorin die Zuschauer zu einem ‘aktiven Publikum’ machen. Ella offenbart weiterhin ihre Klagen über die Welt und kritisiert die Lage von heute. Aber ihr Mann Helmut, ein Goldschmied, reagiert nicht auf ihre Worte und widmet sich nur seiner Arbeit. Letztendlich endet diese Szene damit, dass Ella ihren Mann tötet, welcher den modernen Menschen symbolisiert, der dem Materialismus erlegen ist und jeden Willen zur Reform und Veränderung verloren hat. Ellas Handlungen gegen ihren Mann ist ganz extrem und ungewöhnlich. Aber ich interpretiere diese Szene als eine wesentliche Botschaft von Loher, mit dem Ziel, dem Publikum einen Schock erleben zu lassen. Mit anderen Worten warnt die Autorin Zuschauer, die wie Helmut leben. Das letzte Kapitel zeigt, dass Lohers Dramen als künstlerischer Raum fungieren, in dem nicht-physische und emotionale Gewalt visualisiert wird, die in der Wirklichkeit unauffällig oder schwer zu erkennen ist. Ihre Theaterstücke bieten dem Publikum einen Raum, Aspekte emotionaler Gewalt als Dritte zu überblicken. Das Publikum wird zu einem ‘aktiven Zuschauer’, der, indem er Gewalt als ein Schauspiel von ‘lebenden’ Schauspielern auf der Bühne erlebt, zum Nachdenken über diese Probleme gebracht wird. Man kann also sagen, dass das Drama von Dea Loher als ein Ort dient, wo das Theater als ein ‘relevantes lebendiges soziales Forum’ realisiert werden kann.;본 연구에서는 현대 독일어권의 대표 극작가인 데아 로어 Dea Loher(1964-)의 「맨해튼 메데아 Manhattan Medea」(1999)와 「무죄 Unschuld」(2003)를 중심으로 드라마에 나타난 폭력의 양상을 고찰하고자 한다. 현대 사회에서 빈번하게 일어나지만 구체적으로 인지하기 어려운 비물리적․정서적 폭력은 로어의 작품의 중심 소재이다. 본 논문은 로어의 드라마를 연구한 기존의 논문에서 중점적으로 다루어지지 않았던 비물리적․정서적 폭력에 주목한다. Ⅱ장에서는 폭력의 개념을 보다 분명하게 파악하기 위해 폭력현상을 설명하는 다양한 폭력 이론들을 살펴본다. Ⅲ장과 Ⅳ장에서는 앞서 언급된 두 편의 희곡을 통해 작가가 작품에서 폭력을 형상화하는 방식을 분석한다. 그리하여 로어가 지향하는 ‘사회적 포럼’으로서의 연극이 실현되는 데 있어 폭력의 기능을 고찰한다. 현대 사회에서는 폭력의 스펙트럼이 확장되고 있다. 로어는 사회를 성찰하고 비판하는 공간으로 연극이 다시 기능할 수 있도록 새롭게 폭력으로 인지되기 시작한 현상을 작품에서 중점적으로 다룬다. 개인이 폭력의 주체가 되어 언어나 행동을 통해 다른 개인의 내면을 공격하는 비물리적․정서적 폭력이 바로 그것이다. 작가는 비가시적인 폭력을 무대 위에 형상화함으로써 연극을 정치적인 사유를 할 수 있는 공간으로 만든다. 로어의 드라마에 나타난 이 폭력은 현대 사회의 고통이 어디에서, 어떻게 그리고 무슨 이유로 발생하는가의 과정을 가해자와 피해자라는 상반된 관점을 통해 다양하게 나타난다. 관객은 무대 위에서 발생하는 폭력을 인식함으로써 스스로 사회적인 담론을 만들어내는 단계로 나아간다. 「맨해튼 메데아」에서는 배신이라는 비가시적이고 정서적인 폭력이 반복됨으로써 주인공 메데아가 이전의 폭력을 뒤늦게 ‘인지’하며, 이후 그녀가 물리적 폭력을 저질러 파국에 이르는 과정이 나타난다. 야손이 그녀를 배신하는 과정 속에서 보인 행동은 증폭되는 비물리적․정서적 폭력의 양상을 보여준다. 메데아는 폭력을 당함으로써 과거의 행적을 인지하고 반성한다. 마침내 자신이 처한 상황이 궁극적으로 해결될 수 없다는 것을 깨달은 메데아는 물리적․신체적 폭력을 저지름으로써 모든 것을 파괴한다. 이 작품은 배신이라는 정서적 폭력의 아픔을 가시화할 뿐만 아니라, 비가시적 폭력이 반복과 인지라는 과정을 거치며 가시적이고 신체적인 폭력이라는 형태로 변이되어 증폭될 수 있다는 것을 드러낸다. 「무죄」에서는 비물리적․정서적 폭력이 개인의 자기합리화 과정을 통하여 일상 속에서 수행되는 모습이 형상화된다. 작가는 폭력이 가시적이고 물리적인 폭력이 아니라는 이유로 가해자가 작품의 제목처럼 온전히 ‘무죄’라고 할 수 있는가를 성찰하게 한다. 여러 극중 인물들이 각기 다른 에피소드에 등장하여 행하는 비물리적․정서적 폭력은 크게 두 가지로 나뉜다. 첫째는 개인이 다른 개인과의 만남 속에서 행하는 ‘관계성’의 폭력이고, 둘째는 여러 개인이 대중이라는 익명의 집단으로 뭉쳐서 한 사람을 지켜보며 그에게 행하는 ‘구경꾼’의 폭력이다. ‘관계성’의 폭력에서 가해자들은 정서적 상실감과 아픔을 거짓된 방식으로 해소한다. 그들이 가하는 폭력은 일상적인 언어 속에 숨겨진 채 피해자에게 수행된다. 이것은 실제 신체에 해를 입히지 않는 비가시적인 폭력이지만, 이를 당한 피해자들의 반응과 아픔은 신체적인 형태로 나타난다. 피해자들은 자신이 당한 폭력에 대한 분노를 가해자에게 제대로 표출하지 못한다. 그들은 응축된 폭력성을 제3자에게 분출시킴으로써 새로운 가해자가 된다. ‘구경꾼’의 폭력은 폭력의 직접적 당사자인 가해자와 피해자가 아닌, 관찰자를 통해서도 폭력이 행해질 수 있다는 점에서 특별하다. 이들은 극중 인물이지만 다른 한편으로는 무대 위의 폭력이 발생하는 상황을 지켜보는 관객을 투영한다. 작가는 구경꾼들을 통해 관객으로 하여금 그들과 스스로를 비교함으로써 자문하도록 이끈다. 이를 통해 관객은 스스로 사회적인 책임 의식을 성찰하게 된다. 「무죄」에서는 비물리적․정서적 폭력과는 상반된 폭력을 행하는 철학자 엘라라는 인물이 등장한다. 시종일관 세상을 비판하는 그녀는 자신에게 무관심한 태도를 보이는 남편을 살인한다. 작가는 엘라의 극단적인 물리적․신체적 폭력을 충격 요법으로 활용함으로써 극중 인물들의 폭력을 인지하지 못하는 관객에게 강력한 경고의 메시지를 던진다. 로어의 연극은 현실에서 구체적으로 인지할 수 없는 폭력을 가시화하는 예술적 공간으로 기능한다. 또한 작가의 극은 관객에게 현실에 존재하는 정서적 폭력의 수많은 양상들을 제3자로서 바라볼 수 있는 공간으로 제공된다. 관객은 무대라는 공간 위에 ‘살아있는’ 배우의 연기로 제공되는 폭력을 ‘라이브’로 체험하는 과정을 통해 사유하는 ‘능동적인 구경꾼’이 된다. 이로써 로어의 드라마는 ‘중대한 살아있는 사회적 포럼’으로서의 기능을 실현한다.
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일반대학원 > 독어독문학과 > Theses_Master
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