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돌들의 언어 : 전후 독일 현대시에 나타난 돌 모티브의 언어적 상징

Title
돌들의 언어 : 전후 독일 현대시에 나타난 돌 모티브의 언어적 상징
Authors
임은주
Issue Date
2002
Department/Major
대학원 독어독문학과
Publisher
이화여자대학교 대학원
Degree
Master
Abstract
본 논문은 독일의 전후 현대시 속에서 반복되는 돌의 모티브를 고찰하여 이의 상징 의미를 밝힘과 동시에 시인이 당면한 시작(詩作) 문제와의 상관관계를 조명하는 데 그 목적이 있다. 이때 대부분 문학적 상징의 원형 이미지가 신화와 성서에서 근거하는 것처럼, 본고에서 고찰하고자 하는 돌의 모티브 또한 신화와 성서 속에서 그 원형 이미지를 찾을 수 있다는 전제에서 출발하였다. 영점 Nullpunkt 이니 폐허문학 Tru¨mmerliteratur , 혹은 벌채문학 Kahlschlag 으로 정의되는 사실에서도 알 수 있듯이 전후 독일의 문단에서는 과거의 이데올로기에 의해 파괴되고 남용된 언어에 대한 깊은 회의와 불신이 지배적이었다. 그러나 한편으로 이러한 절망적인 상황은 동시에 비록 아무런 토대가 없긴 하지만 새로운 출발이라는 당위성을 제시하였다. 독일문학이 새로운 모습으로 다시 탄생하기 위해서는 무엇보다도 제 3제국 시대의 더럽혀진 언어의 벌채가 실행되어야 하며, 이로부터 정신적인 혁신이 이루어질 수 있다고 대부분의 작가들은 생각했다. 이러한 의식은 전후 독일 시인들의 시작품 속의 모티브와 주제들을 통해서 드러나고 있다. 즉 말 Wort이나 언어 Sprache, 침묵 Schweigen, 어둠 Dunkel, 절망 Verzweiflung, 죽음 Tod, 존재 Existenz, 그리고 시작 Dichten의 문제 등이 그것이다. 본고에서는 이러한 관점에서 전후 현대시에 형상화된 돌의 모티브를 고찰해 보았다. 전후의 독일시에 나타나는 돌의 이미지 또한 자연물로서의 모습보다는 완고함, 침묵이나 발언, 소리 등 부정적이고 회의적이며 어두운 상황에서의 이미지와 맞닿아 있기 때문이다. 본 연구를 위하여 우선 전후 독일시의 주요 경향과 그 배경을 개관하였고, 이를 통하여 19세기 이후 자연과학의 발달과 파시스트들의 극단적 언어조작을 경험한 전후 독일의 현대시에서는 시인들의 언어회의에 대한 문제의식이 뚜렷이 나타난다는 점을 주목하였다. 나아가 현대시 속에서 표현된 돌 모티브를 일반적인 이미지와 언어성이 내재된 상징 이미지로 나누어 고찰함으로써 돌 모티브의 언어적 상징성을 더욱 분명하게 드러내고자 하였다. 그리고 이 돌 모티브의 언어적 상징을 규명하기 위하여 앞서 언급한 전제에 따라 언어성이 내재된 돌의 문학적 원형 이미지를 성서를 통해 살펴보았다. 이로써 이러한 돌 모티브가 사용된 독일 전후시의 의미가 분명해 질뿐만 아니라 이것이 시인들의 시작(詩作) 문제와 무관하지 않음을 유추하였다. 마지막으로 현대시에서 특히 반복적으로 나타나는 이러한 언어와 관련된 돌의 모티브를 통해 드러나는 현대시의 시학적인 시의 문제를 고찰하기 위하여 독일 낭만주의 문학의 개념인 시의 시 로 소급하여 이러한 시학적 시 의 문제를 조명하였다. 또한 이 낭만주의의 문학개념이 독일의 민족적 내면성으로 동일시되는 낭만주의 비판의 근본적 요인으로 평가되고 있는 점을 고찰함으로써 현실과 괴리된 낭만주의 문학개념인 이 시의 시 가 전후 현대시에서의 시학적 시와 어떤 차이를 보이는지 살펴보았다. 이러한 과정을 통해 본고에서 다루어진 독일 전후 현대시에서 반복적으로 형상화된 언어와 관련된 돌 모티브의 그 상징의미가 분명하게 드러날 것이다. ; Die vorliegende Arbeit hat sich die Aufgabe gestellt, anhand einiger Gedichte von Paul Celan, Nelly Sachs, Karl Krolow Ingeborg Bachmann, Rolf Dieter Brinkmann und Peter Huchel die symbolische Bedeutung des ha¨ufig auftretenden Stein-Motivs in der deutschen Nachkriegslyrik zu erkla¨ren, indem sie die inneren Beziehungen zwischen diesem Motiv und der existentiellen Problematik des Dichtenmu¨ssens bei den Nachkriegsautoren beleuchtet. Hinter dieser Aufgabenstellung steht die u¨berzeugung, dass das Auftreten des Stein-Motivs eine Folge der allgemeinen Sprachskepsis der Nachkriegsgeneration der deutschen Schriftsteller ist. die darunter litten, dass die nationalsozialistische Ideologie die Sprache mißbraucht und damit das Vertrauen in sie zersto¨rt hatte, und die daher bewußt nach dem ,,Kahlschlag" und einem Neuanfang strebten. Diese Bewußtseinslage ließ Wort oder Sprache, Schweigen, Dunkel, Tod, Existenz und Probleme des lyrischen Schaffens zu Themen oder Motiven der Nachkriegslyrik werden. Dem Bedu¨rfnis der Dichter, Mo¨glichkeiten einer neuen Welt zu erkunden, steht eine du¨stere und negative Wirklichkeitserfahrung gegenu¨ber, und diese Diskrepanz spiegelt sich auch im Stein-Motiv, denn der Stein erscheint nicht einfach als Naturding, sondern assoziiert Vorstellungen eines negativen, zweifelnden und du¨steren Zustandes, wie es z.B. in folgenden Zeilen aus dem Gedicht ,,Unter der Wurzel der Distel" von Peter Huchel zum Ausdruck kommt. Die Untersuchungen zum Stein-Motiv beginnen hier mit der Betrachtung des Stein-Motivs in Mythen und in der Bibel, weil sich Urformen des Stein-Motivs - wie es auch bei vielen anderen literarischen Motiven der Fall ist - im Mythos und in der Bibel finden lassen. Aus dieser Betrachtung ergibt sich, dass der Stein zuna¨chst einmal als eine Metapher fu¨r Festigkeit oder fu¨r eine schwere Last erscheint, und dann aber auch als Tru¨mmerstein Zersto¨rung ausdru¨ckt. Aber auch der symbolische Stein, der sprechende, schreiende und schweigende Stein, der Stein also, dem Sprache immanent ist, tritt bereits in Mythen und in der Bibel auf, wo es einmal heißt: ,,Denn auch die Steine in der Mauer werden schreien, und die Balken am Gesperre werden ihnen antworten." Und an einer anderen Stelle steht: ,,Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien." Wenn im Mythos, bei dem Propheten Habakuk des Alten Testaments und im Neuen Testament ausgerechnet Steine, die zur leblosen unbeweglichen Natur za¨hlen, zu schreien beginnen, dann ist dies eine aufru¨ttelnde Anklage der schlechten Wirklichkeit. Im Hauptteil der Arbeit wird dann gezeigt, dass man gerade von diesem biblischen Stein-Motiv her die Bedeutung der deutschen Nachkriegsgedichte, die dieses Motiv verwenden, entschlu¨sseln kann. Die Analyse der Gedichte deckt auf, dass die Dichter mit Hilfe dieses Motivs sowohl ihrer Verzweiflung angesichts der Wirklichkeit als auch ihrem Leiden unter ihrer Aufgabe als Dichter Ausdruck verleihen ko¨nnen. Der biblische Stein, der schreit, weil man die Wirklichkeit nicht erkennen will, wird dabei aber auch zum Symbol fu¨r den Dichter, denn er zeigt ihm die Richtung, in die er voranschreiten soll. So lassen die verschiedenen Auspra¨gungen des Motivs - als schweigender Stein, als sprechender, als schreiender Stein - das Bestreben der Dichter erkennen, Schmerz und Verzweiflung zu besiegen und Hoffnung zu scho¨pfen, dass der du¨stere Zustand der Literatur und der Gesellschaft zu u¨berwinden sei. Daraus ergibt sich nun, dass das Stein-Motiv letztlich die Funktion hat, den an sich und seinem Tun zweifelnden Dichter mit sich selbst zu konfrontieren und ihn nach seiner Identita¨t zu fragen, dass also der Dichter und das Gedichteschreiben das eigentliche Thema dieser Gedichte sind. Daher muss im abschließenden Kapitel der Arbeit u¨ber die Problematik des poetologischen Gedichts nachgedacht werden. Dabei wird zuna¨chst erkla¨rt, was poetologische Gedichte sind, und dann nach ihrer Geschichte gefragt. Als poetologisch bezeichnet man Gedichte, die sich mit dem Stellenwert der Lyrik in der Gesellschaft, mit der Rolle des Dichters, mit seinen Problemen beim Schreiben und mit der Wirkung des Gedichtes auf die Leser bescha¨ftigen und bei denen daher sehr oft die Themen der Wirklichkeitserfahrung und -findung und der Selbstentfremdung und -findung zentral sind. Das bedeutet, poetologische Gedichte reflektieren u¨ber die Sprache als ihr Werkzeug, u¨ber das Gedicht an sich, u¨ber seine Ursachen, seine Form und seine Wirkung. Diese Definition verweist uns auf die Wurzeln dieses Genres in der ,,Poesie der Poesie" der deutschen Romantik. In einem kurzen u¨berblick wird erla¨utert, wie die Erfahrungen der Romantiker mit der franzo¨sischen Revolution dazu gefu¨hrt haben, dass sie die Revolution aus Entta¨uschung u¨ber die politische Wirklichkeit in den Bereich des Geistigen verlegten und der Kunst die Rolle zuwiesen, in der Tranzendentalpoesie zu vollenden, was in der Wirklichkeit nicht zu erreichen war. Diese Poesie der Selbstreflexion verfeinerte die poetischen Mittel, verlor aber bald den Kontakt zur realen gesellschaftlichen Wirklichkeit. Hier besteht ein fundamentaler Unterschied zwischen der romantischen ,,Poesie der Poesie" und den poetologischen Gedichten der Nachkriegsautoren. Diese Autoren kommen zwar noch aus der literarischen Tradition der Romantik, aber ihr Nachdenken u¨ber ihr dichterisches Tun ist gesellschaftlich orientiert, ihr Bewußtsein als Dichter ist das eines engagierten Autors. Abschließend kann man festhalten, dass die Entfaltung des alten Motivs der sprechenden Steine, die sich in der deutschen Nachkriegslyrik aus dem Zusammenstoß der Wirklichkeitserfahrungen der Nachkriegsautoren mit der deutschen romantischen literarischen Tradition ergab, einen einzigartigen Beitrag zu der ja insgesaamt von der Bibel beeinflussten abendla¨ndischen Literatur darstellt.
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