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자아인식과 인간회복 : "Heinrich von Ofterdingen" 을 통해 본 Novalis 문학의 지향성

Title
자아인식과 인간회복 : "Heinrich von Ofterdingen" 을 통해 본 Novalis 문학의 지향성
Authors
이온화
Issue Date
1989
Department/Major
대학원 독어독문학과
Publisher
이화여자대학교 대학원
Degree
Doctor
Abstract
본명 Friedrich Philipp von Hardenberg보다는 필명 Novalis로 더 잘 알려진 초기 낭만주의자에 대한 연구는 오랜동안 혼미를 거듭해 왔다. 그러던 중 1960년대부터 1976년에 이르기까지 완벽에 가까운 “역사적 결정판 Historischer kritische Ausgabe”이 발간됨으로해서 노발리스 연구는 새로운 방향에 접어 들었다. 본 논문은 이 새로운 방향의 일환으로서 그의 저서를 충실히 연구하여 결론을 얻어내는 귀납적인 방법을 택하기로 한다. 본고의 목적은 소설<<하인리히 폰 오프터딩엔>>에서 노발리스의 문학이론이 어떻게 실천되고 있는가를 연구하는 것이다 그 중에서도 작가 자신이 설명한 소설의 주제인 ‘시인으로서의 성숙과 승화’에 초점을 맞추고, 그의 철학적인 自我觀 Ichauffassung을 고찰하는 것으로부터 본고의 연구를 시작한다. 노발리스는 철학수업을 통해 문학이론의 토대가 되는 자아관을 세운다. 그의 철학적인 명제로서의 자아에 대한 사고는 피히테 J.G.Fichte의 절대 자아로부터이다. 피히테가 非我 Nichtich는 자아의 산물로 규정하는 반면, 노발리스는 비아와 자아를 동일한 원천에서 나온 “보다 원천적 실천적 자아”로 여긴다. 이를 뒷받침해 준 원리는 그의 ‘시원지향적인 역사의식’이다. 즉 역사의 시원점에는 보다 원천적 자아 하나 뿐이었는데, 자연법칙인 원심력 Zentrifugalkraft으로 인해 원천적 자아는 자아와 비아로 분리된다. 그러므로 비아 역시 자아의 일부분이다. 또한 구심력 Zentripetalkraft을 지닌 인간의 정신은 항상 시원점으로 회귀하고자 한다고 여기고 이렇게 다시 합일된 자아를 철학수업 시기에는 “초월적 자아” 또는 “온전한 자아”라 부르고, 소설을 쓸 무렵에는 “온전한 인가” 혹은 “인간”이라 한다. 바로 이를 문학에서 구현하고자 하는 의지가 노발리스문학의 사명이다. 노발리스는 철학적 이념을 실현할 수 있느 열쇠를 문학으로 여기고, 이를 실천하는 문학을 “초월문학”이라 한다. 초월문학은 인간의 자기초극을 위해 모든 것을 혼합하고, 나아가 “초월 세계의 상징적 구조”의 법칙을 만든다. 그 구체적인 방법이 내면세계의 관찰이다. 왜냐하면 우주와 전 역사가 내면에 있기 때문이다. 그래서 그는 문학이란 “총체적인 내면세계 즉 마음das Gemut의 표현이다”고 정의하기에 이른다. 그러므로 소설에서 그는 “自我認識 Icherkenntnis”을 통한 “人間回復 Menschwerdung”을 시도하게 된다. 자아인식을 가시적으로 보여주기 위해 시도한 방법이 낭만화원리로서 ‘강화작업 Potenzierungsoperation’과 ‘로그화Logarythmisierung’이다. 강화작업이란 현재의 자아가 나뉘어졌던 다른 자아들을 만나 강화됨으로써 초월적 자아에 이르게 되는 방법이고, 로그화는 이 소외되었던 자아가 잘못된 자리에서 벗어나 본래의 자아로 되돌아 오게 하는 수학적 방법이다. 이 두가지 방법이 가장 잘 실천되어진 작품이 <<하인리히 폰오프터딩엔>>이다. 본고는 이 소설을 분석함에 있어, 첫째는 주인공 하인리히가 경험적인 낮은 자아로부터 본래의 자아인 시인으로서의 “초월적 자아”, 즉 “인간”이 되는 과정을 그의 문학이론에 기초하여 고찰하였다. 파란 꽃에 대한 이야기를 듣고 그에 대한 꿈을 꾸고 자아에 대한 의식이 꿈틀거리기 시작한 이제 막 20살이 된 소시민 가정의 청년 하인리히가 어머니와 함께 외가로 여행을 떠난다. 이 여행은 전설과 동화, 체험담과 대화로 이루어진다. 이를 다 들은 하인리히의 내면에서는 그동안 두껍게 드리워졌던 커튼이 젖혀지고, 세계와 나를 조망할 수 있는 능력이 생긴다. 이렇게 될 수 있었던 이유는 그때까지 들었던 모든 이야기에서 그는 ‘다른 자아’를 만나 저절로 ‘강화’되었기 때문이다. 내면이 열린 그에게 지금까지의 자아를 종합한 듯한 다른 자아, 즉 “책”이 나타난다. 이를 만난 그는 마침내 시인으로서의 자아를 회복하게 되고, 보다 높은 세계로 나온다. 여기에서 하인리히가 만난 사람이 애인 마틸데이다.마틸데는 바로 자신의 반쪽 자아이다. 사랑은 이 두 자아를 하나로 융해시켜 “시원적인 동질성”을 회복시켜 준다. 사랑을 경험한 그는 저절로 자연문학을 이해하게 되고, 나아가 존재론적인 문학관을 스스로 피력할 수 있는 능력을 회복한다. 그후 그는 마틸레의 죽음을 경험하고 느낀 첫 순간의 절망감에서 벗어나 죽음을 “삶의 보다 높은 제시”로 인식하고 마침내 낭만적 시인으로 성숙되어 라우테Laute를 켜 죽은 자를 불러내기에 이른다. 이는 그가 시원적 시인 Urdichter 오르포이스의 능력을 회복한 것을 의미한다. 그리하여 하인리히는 죽음의 세계를 순례할 술 있게 된다. 죽음의 세계는 인간의 시원적인 고향 Urheimat으로서 시원적인 가정을 회복할 수 있는 곳이다. 이곳을 순례하며 수많은 변형을 한 후 그는 “인간”이 된다. 이를 종합하면 하인리히는 自我認識을 통해 人間을 回復한 것이다. 두번째 분석 방향은 “새로운 황금시대”의 실현과정을 보는 것이다. 본고는 1부 9장의 크링조어 동화를 통해 예시된 하인리히의 “세계의 詩化” 과정을 고찰한다. 이 동화에서 하나였던 우주로부터 소외된 지상의 현실을 시화하기 위해 사용되는 강화수단은 磁力이다. 그런데 자력을 이용하여 우주의 질서를 정리하고 “새로운 황금시대”를 여는 자는 자연과학도가 아니라, 환상과 감각의 아이이며, 시 정신을 상징하는 파벨이다. 옛 권리인 오르포이스적인 권능과 영원한 생명을 되찾고 자력과 연금술 그리고 금속학을 이용하여 모든 인간에게 사랑의 힘을 되돌려 주어 활기찬 봄 기운이 감도는 새로운 세계를 열어주고 북극의 질서를 회복시켜 우주를 공고히 해 준 파벨은 젖먹이이다. 크링조어 동화가 이룬 새로운 황금시대는 사랑의 왕국이다. 이 세계는 노발리스 문학이 지향하는 세계이며, “초월세계의 상징적 구조”의 법칙을 보여준다 하겠다. 이와같은 연구를 통해 소설 <<하인리히 폰 오프터딩엔>>은 노발리스의 문학이론이 가장 잘 구현된 한 편의 온전한 소설이며, 그가 이루고자 한 초월문학 그 자체임을 알 수 있다. ; Im Werk von Fr. Von Hardenberg (Novalis) mussen zwei Werkkategorien unterschieden werden, naemlich “Das philosophische Werk” und “Das dichterische Werk”. Bevor Novalis “einen Roman” <>schrieb, hatte er sich mit Philosophie und Naturwissenschaften beschaeftigt. Die aus diesen Studien hervorgegangenen umfangreichen Fragmente nennt Novalis selbst “abgerissene Gedanken und Anfaenge interessanter Gedankenfolgen? Texte zum Denken”. Dies gilt aber nur, wenn man sie bloß einzeln und getrennt betrachten wuerde. Die Fragmente muessen aber als ganzes bedacht und als Vorstufe seines Dichtens angesehen werden, da sie notwendige Elemente fuer das Verstaendnis der dichterischen Werke enthalten. Ziel der vorliegenden Abhandlung ist es, aus diesen Studienheften und Fragmenten den Kerngedanken der “Poetologie” des Novalis abzuleiten, und zu erforschen, inwieweit diese Theorie im Roman <>verwirklicht worden ist. Daher besteht die Abhandlung aus zwei großen Teilen, der erste Teil erarbeitet die “Poetologie” und der zweite enthaelt eine Interpretation des Romans <>als Konkretisierung der Erkenntnis. Die Abhandlung hat insgesamt 5 Kapitel. Im ersten, einleitenden Kapitel wird die bisherige Novalis--Rezeption kurz beleuchtet. Der Ueberblick zeigt, daß die Novalis?Kritik vor dem Erscheinen der authentischen, historisch--kritischen Ausgabe von <>, die P.Kluckhohn und R. Samuel herausgegeben haben, immer eiseitig war, sei es lobend oder negativ verurteilend. Um das verzerrte Novalisbild richtig zu zeichnen, ist es unumgaenglich, zunaechst seine umfangreichen Fragmente durchzusehen und die auszuwaehlen, die poetologische Aeußerungen enthalten. Durch ihre Interpretation koennte dann die eigentliche Poetologie des Novalis herausgearbeitet werden. Das zweite Kapitel beschaftigt sich mit den philosophischen Fragmenten, die im engen Zusammenhang mit den Fichte--Studien des Dichters stehen. In diesem Kapitel wird aufgezeigt, daß die “Ich--Erkenntnis”das Mittel und das Ziel der Dichtungen von Novalis ist. Obwohl Sein Ich--Auffassung von der Erkenntnistheorie fichtes beeinflußt worden ist, gibt es einen grundsaetzlichen Unterschied zwischen den philosophischen Ausgangspunkten der beiden. Fichte betrachtet die objekte Welt als Nicht--Ich das nur von der produktiven Einbildungskraft des Ichs herausgestellt worden ist, waehrend Novalis glaubt, daß der Mensch und die Welt als Nicht--Ich eigentlich “eins” gewesen waren. Bei Novalis denkt und fuehlt nicht nur das Ich, sondern auch das Nicht--Ich. Das heißt, das Ich und das Nicht--Ich kommenaus dem gleichen Ursprung, naemlich aus “dem urspruenglicheren, praktischen Ich”. Deshalb ist dem Novalischen Ich das Nicht--Ich “immanent”. Noch einmal klar gesagt, bei Novalis ist das Ich mit dem Nicht--Ich identisch. Aber dieses ursprungliche Ich und Nicht--Ich sind mit der Zeit getrennt und voneinander entfernt worden. So hat nicht nur das Ich, sondern auch das Nicht--Ich seine eigene Ansicht verloren. Novalis nennt dieses verlorene Ich “das erfahrene Ich”, und das wieder erkannte urspruengliche Ich bezeichnet er als “das transzendentale Ich”. So bedeutet bei Novalis der Ausdruck “das transzendentale Ich zu bemaechtigen”. das eigentliche urspruengliche Ich wiederzufinden. Dies kann nur durch “Ich--Erkenntnis” erreicht werden. Aber das Ich zu erkennen, das kann nicht durch Philosophie, sondern nur durch Poesie erreicht werden. Denn “Vollstaendiges Ich zuseyn, ist eine Kunst”. Das in vier Abschnitte unterteilte dritte Kapitel befaßt sich eingehend mit dieser Rolle der Kunst. Im ersten Abschnitt wird ueber “die Aufgabe der Poesie” gesprochen. Novalis schreibt in einem Fragment, daß die Poesie der Schluessel der Philosophie sei. Denn die Poesie bilde, meint er weiter die schoene Gesellschaft--die Weltfamilie--die schoene Haushaltung des Universums. Um die schoene Gesellschaft und die Weltfamilie auszubilden, soll “die Erhebung des Menschen uber sich selbst” im voraus erreicht werden. Deshalb ist die Erhebung des Menschen uber sich selbst die eigentliche Aufgabe der Poesie. Der zweite Abschnitt beschaeftigt sich mit den poetischen Methoden, durch die man sich selbst transzendieren kann. Um sich selbst zum transzendierenden Ich erheben zu koennen, muß man zuerst sich selbst verstehen. Um sich selbst zu verstehen, muß man, so denkt Novalis, “nach Innen” gehen, weil dem Innen die Ewigkeit, naemlich die Vergangenheit und die Zukunft immanentsei. Hier ist die Grenze zwischen dem Objekt und dem Subjekt, zwischen der Welt und dem Menschen, aufgehoben, weil das Ich zugleich das Objekt und dasSubjekt der Erkenntnis ist. Dabei wird aufgezeigt, daß die Poesie bei Novalis nicht die Aufgabe hat, das neu zu erfinden, was nicht da gewesenist, sondern daß es ihre Aufgabe ist, das wiederzufinden, d.h.zu erkennen, was schon da war, aber verborgen ist. Dieser Grundgedanke der Poetologie ergibt sich aus der Geschichtsaueffassung von Novalis. In einem Fragment konstatiert Novalis, “Die Welt muß romantisirt werden. So findet man den urspruenglichen Sinn wieder.” Er erklaert die Menschen geschichte mit dem Prinzip der Dinge. Die Geschichte, nimmt er an, entfernt sich mit der Zeit vom Ursprung, weil alle Dinge “eine Zentrifugaltendenz” haben. Aber der “zentripedale” menschengeist tendiert immer nach seinem Ursprung, nach seiner ursprunglichen Heimat. Um den urspruenglichen Sinn des Ichs wiederzufinden, muß das niedere Ich romantisiert werden. Und die konkrete Methode der Romantisierung der Welt ist “Potenzierung und Logarythmisierung” Als Kunstform, durch die eine solche philosophische Idee sichtbar zu machen ist, waehlt Novalis den Maerchen--Roman aus. Der dritte Abschnitt behandelt daher die Formkunst des Maerchen--Romans, ueber die Novalis inden Studien--Fragmenten im Fruehjahr 1800 geschrieben hat, als er mit dem<>angefangen hatte. Als Strukturprizip des Maerchenromans erschint die Variation. Die Variationstechnik hat Novalis eigentlich von Goethe gelernt. Aber zwischen den Darstellungstechniken der beiden Dichterbesteht ein großer Unterschied. Die Variationstechnik ist bei Novalis die ontologischer Form, die den existentiellen Anspruch, mit dem er die Poesie ausstattet, befriedigen soll, waehrend sie bei Goethe nur aesthetischeTechnik ist. Die Formkunst von Novalis haengt wiederum eng mit seiner nach dem Ursprung tendierenden Geschichtsauffassung zusammen. Novalis schreibt im <>, “In einem achten Maerchen muß alles wunderbar--geheimnisvoll und unzusammenhaengend seyn”. Und noch weeiter meint er, “Das aechte Maerchen muß zugleich Prophetische Darstellung--idealische Darstellung-absolut nothwendige Darstellung seyn.” Dieser Anspruch ans Maerchen ist identisch mit der Aufgabe der Poesie. Diese maerchenhafte oder poetische Welt, die in der Poesie ausgebildet werden soll, spigelt sich eigentlich im “Gemuet” des Menschen, denn im Gemuet findet jedes Ding seine gehoerige Ansicht, und alles findet seine passende Begleitung and Umgebung. Darum braucht man nur das Gemuet anzuschauen und in der Sprache darzustellen. So definiert Novalis: “Poesie ist Darstellung des Gemueths--der innern Welt in ihrer Gesamtheit.” Das konkrete Mittel des Anschauens ist “Association wie Traeume”. Assoziation bedeutet hier eine “Verkettung” ohne Zusammenhang oder “ Ein Ensemble wunderbarer Dinge und Begebenheiten”. Der vierte Abschnitt des dritten Kapitels gibt einen Ueberblick ueber den Entstehungsprozeß des <>. Novalis wollte im <>seine “historische und philosophische Sehnsucht” befriedigen. Seine philosophische Sehnsucht ist es, das transzendentale Ich zu bemaechtigen, und seine historische Sehnsucht ist es, das schoepferische Ich zu erreichen, um die schoene Gesellschhaft, das “ neue goldene Zeitalter” wieder erbauen zu koennen. Das vierte Kapitel, das 3 Abschnitte hat, interpretiert den Roman <>. Im ersten Abschnitt wird der Prozeß der Ich-Erkenntnis Heinrichs, der Hauptfigur des Romans, dargestellt, der vom erfahrenen, niederen Ich zum eigentlichen, transzendierenden Ich gelangt. Was das Gemuet des aus einer Buergerfamilie stammenden Juenglings erregt, der eben 20 Jahre alt geworden ist, das ist die Erzaehlung des Fremden ueber die blauen Blume, die er bis dahin nie gesehen hatte und die keine Realitaet hat. Heinrich ist von großer Sehnsucht ergriffen, die blaue Blume gegenwaertig zu haben. Noch fuehlt er sich aber zu sprachunfaehig, um mitder anderen Welt verkehren zu koennen. Dies zeigt die Erweckung seines Selbstbewußtseins. Seine Sprachfaehigkeit entwickelt sich unbewußt, waehrend er von Kaufleuten zwei Geschichten--die Arionsage und die Atlantisgeschichte--hoert. Und durch die wunderbare Kunst, die die urspruengliche Poesie vertritt, bekommt er noch einen Begriff von der urspruenglichen Welt. Daher wird Heinrich nun fuer einen frueheren Bewoher der hoeheren Welt gehalten. Daß Heinrich selbst sein Ich als Dichter zu erkennen anfaengt, wird in dem Augenblick klar, in dem er sich der Aufgabe, des Berufs bewußt ist, den ungluecklichen Fremden retten zu mussen. Denn die Poesie geht bei Novalis aus dem Bewßtsein der Berufung hervor. Heinrichs wirkliches Ich erreicht den Stand der “goettlichen” Anschauung, alle seine Verhaeltnisse mit der weiten Welt uebersehen zu koennen, nachdem er die Unterwelterfahrungen des Bergmanns und die Geschichtsauffassung des Einsiedlers vernommen hat. Den hoechsten Punkt des Prozesses der Ich--Erkenntnis von heinrich kennzeichnet der Umstand, daß er in der Hoehle des Einsiedler sein geheimnisvolles Buch findet, das seine Vergangenheit, Gegenwart und naheZukunft beinhaltet. Durch die Begegnung mit dem Buch, das als das entfremdete, andere Ich angesehen werden kann, wird Heinrich romantisiert, d.h.sein wirkliches Teil--Ich wird durch das Treffen mit seinem verfremdeten Ich, das eigentlich ‘eins’ mit dem vorigen Ich gewesen war, zum “tranzendierenden Ich” potenziert. Am Ende der Reise in die Heimat der Mutter wird vom Erzaehler enthuellt, daß Heinrich von Natur zum Dichter geboren war. Aber er selbst erkennt dieses sein Wesen noch nicht. Heinrich wird durch die Vorlesung eines “ewigen” Dichters und durch die Liebe reif zum Menschen, naemlich zum Dichter. Bei Novalis ist die Liebe nicht nur das Vereinigungsprinzip, das jeden individuellen Menschen ins Eins verschmilzt, sondern auch das universale Prinzip, das den Menschen und die Natur vereinigt und dadurch “die kosmische Einheit” baut. Deshalb findet Heinrich durch die Liebe zu Mathilde, die in seinem Gedanken mit der blauen blume identifiziert wird, urspruengliche Identitaet als echter Mensch wieder. Aber trotzdem ist sein Ich noch nicht das transzendierendelch geworden. Dazu muß er den Tod, das andere Leben, erleben, weil die eigentliche Welt aus zwei Welten. Aus der irdischen Welt und der Todeswelt besteht. Nachdem er den Tod der Geliebten erlebt und die Todeswelt als Lebender besucht hat, erkennt Heinrich endlich, daß der Tod “die hoehere Offenbarung des Lebens” und die Todeswelt die urspruengliche Heimat ist. Heinrich, der als Lebender die Todeswelt besucht hat, wird nun der urspruengliche dichter, Orpheus. Endlich hat er die Grenze zwischen Endlichem und Unendlichem zerstoert. So ist Heinrichs Ich zum transzendierenden Ich geworden, das faehig ist, “die neue goldene Zeit” zu schaffen. Im zweiten Abschnitt des vierten Kapitels wird das Klingsohr--Maerchen, das das 9. Kapitel des Romans bildet, verhaeltnismaeßig genau interpretiert, um das Wesen und die Taetigkeit des schoepferischen Ichs zu betrachten. Wer in diesem Maerchen die verwirrende Wirklichkeit in die schoepferischen Ichs zu betrachten. Wer in diesem Marchen die verwirrende Wirklichkeit in die schoene universale Gemeinschaft veraendert, und den sich selbst verlorenen Menschen die ihnen gebuehrende Ansicht gibt, das ist das Kind “Fabel”, die als ein anderes Ich von Heinrich angesehen werden kann. Beim Aufbau der neuen Welt benutzt Fabel Magnetismus als ein Potenzierungsmittel. Die hier gegruendete goldene Zeit ist das Reich der Liebe, das “die symbolischen Construction der transscendentale Welt” ueberhaupt ist. Im dritten Abschnitt wird dann die formale Struktur des Romans untersucht. Obwohl jedes Kapitel des Romans, von Außen gesehen, eine merkwuerdige Selbstaendigkeit, und eine ungewoehnliche Geschlossenheit und innere Abrundung hat, sind sie im Innen alle miteinander ‘verkettet’, denn die Form des Romans haengt nicht vom irdischen Zeitbewußtsein ab. Durch die Analyse der Form wird aufgezeigt, daß im Roman, <>die formalen Eigenschaften, die sich aus der Poetologie ergeben, verwirklicht werden. In der Schlußbetrachtung wird zusammengefaßt, wie der theoretische Ich--auffassung des Novalis in der Praxis ausgeformt wird. Die Bemaechtigung seines transzendentalen Selbst, die die hoechste Aufgabe der Bildung ist, bedeutet im Roman nicht anders, als “Menschwerdung”. Also kann abschließend festgestellt werden: “Heinrich wird am Ende ein Mensch”
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