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Ingeborg Bachmann 작품에 나타난 신화의 수용 연구

Title
Ingeborg Bachmann 작품에 나타난 신화의 수용 연구
Other Titles
Untersuchung zu Ingeborg Bachmanns Mythenrezaption In 「Eln Schrlttnach Gomorrha」 und 「Undlne geht」 : unter dem Aspekt der Frauenllteratur
Authors
崔現惠
Issue Date
1993
Department/Major
대학원 독어독문학과
Keywords
Ingeborg Bachmann신화여성문학산문바하만
Publisher
이화여자대학교 대학원
Degree
Master
Abstract
Ingeborg Bachmann ist eine bedeutende Dichterin der Epoche nach 1945. Wa¨hrend ihre Lyrik als gelungene Fortsetzung der literarischen Moderne im deutschen Sprachraum bei den Kritikerin begeisterte Aufnahme fand, stieβ ihre Prosa weitgehend auf Unversta¨ndnis und Ablehnung. Die beiden hier ausgewa¨hlten Erza¨hlungen 「Ein Schritt nach Gomorrha」 und 「Undine geht」 bilden eine Art Auftakt zur intensiven Auseinandersetzung der Dichterin Ingeborg Bachmann mit der Weiblichkeitsproblematik bzw. der Geschlechterbeziehung. Beide Erza¨hlungen thematisieren die kaum u¨berwindbare Diskrepanz zwischen dem Liebeswunsch der Frau und ihrem gleichzeitigen Autonomiestreben; eine Diskrepanz, die schlieβlich die freiwilige Ru¨ckkehr der Frau in die tradierte Rolle oder auch die Ru¨ckkehr in die Einsamkeit zu erzwingen scheint. In den beiden Erza¨hlungen rezeptierte Ingeborg Bachmann aus dem Alten Testament die Gomorrha-geschichte und das aus Ma¨rchen oder Mythen stammende Undine-Motiv. Indem sie auf Motive und weibliche Gestalten aus Ma¨rchen, Mythen und Legenden anspielt, weist die Autorin auf die kulturelle Determination der Frau durch imaginierte und tradierte Weiblichkeitsbilder hin. 「Ein Schritt nach Gomorrha」 erza¨hlt die na¨chtliche Vision der Protagonistin Charlotte von einer homoerotischen Begegnung zwischen ihr und Mara, einer jungen Musikstudentin. Charlotte, eine erfolgreiche Pianistin, die mit Franz verheiratet ist, spielt in ihrer Phantasie grundlegende Strukturen im Mann/Frau-Verha¨ltnis durch und reflektiert diese auf die Mo¨glichkeiten einer weiblichen Autonomie jenseits der von ihr erlebten geschlechtlichen Dominanz- und Unterwerfungsmechanismen hin. Charlottes Entwurf eines neuen Selbstkonzepts und ihre Utopie von einem Reich jenseits der geschlechtlichen Repression du¨rften den machtorientierten Alltag fragwu¨rdig werden lassen und ihre utopische Energie freisetzen, um 'Im Widerspiel des Unmo¨glichen mit dem Mo¨glichen' ihre Mo¨glichkeiten einer weiblichen Autonomie zu gestalten. Im Zusammenhang mit dem phantasierten Selbstentwurf der Protagonistin greift die Erza¨hlerin auf zwei Ma¨rchenmotive zuru¨ck; das Motiv der Erlo¨sung durch den Prinzen (Dornro¨schen) und das Motiv der ermordeten Geliebten(Blaubart). Eine Erlo¨sung erscheint ihr u¨berhaupt nur mo¨glich, wenn die geschlechtliche Zuteilung aufgehoben ist. In dem Charlotte ihre Selbsterlo¨sung antizipiert, verabschiedet sie sich von dem im Ma¨rchen tradierten Bild der passiv-abwartenden Frau, die der Erlo¨sung durch den Ma¨rchenprinz harrt. Die Blaubart-Motiv wird hier aus weiblicher Perspektive gestaltet. Charlotte will die Weiblichkeitsbilder der Ma¨rchen umwandeln bzw. umkehren, so wu¨nscht sie, sich von denen der antiken und christlichen Mythen total abzulo¨sen. Die Protagonistin wendet sich entschieden gegen diese Mythiesierung der Frau, durch die sie nicht nur festgelegt, in Teilaspekte aufgespalten, sondern auch funktionalisiert wird. Der Titel der Erza¨hlung signalisiert den Bezug zum Alten Testament. Die Autorin u¨bernimmt damit prinzipiell die Struktur der biblischen Erza¨hlung: Verfehlung, Zersto¨rung und neue Mo¨glichkeiten. Im Unterschied zur biblischen Intention besteht die Verfehlung nicht im Ungehorsam oder in sexueller Absrtigkeit(Homosexualita¨t), sondern im Status der Unmu¨ndigkeit, der durch die asymmetrische, machtorientierte Mann/Frau Beziehung bedingt ist. Die Tatsache, daβ die >Homosexualita¨t< in Bachmanns Erza¨hlung als Mittel der Rettung eingesetzt wird, wa¨hrend sie in der Bibel den Grund fu¨r das Gottesgericht darstellt, kann als ironisch-entlarvende Spitze der Autorin gegen die >Moral< des Bibeltextes angesehen werden. 「Undine geht」 beinhaltet die Anklage einer Frau gegen die Verdinglichungsverha¨ltnisse einer unmenschlichen Gesellschaft, die sich vornehmlich in pervertieren Geschlechterverha¨ltnissen niedergeschlagen haben. Die Anklage richtet sich insbesondere gegen die Ma¨nner, die als Repra¨sentanten dieser Gesellschaft gelten. Zusammengefaβt werden diese Repra¨sentanten in dem Sammelnamen 'Hans'. Die Undine-Gestalt als 'stilisierte Frauengestalt' hat sich als ein fruchtbares Projektionsfeld patriarchaler Imaginationen von Weiblichkeit erwiesen. Hier ist daher von besonderem Interesse, wie der weibliche Autor Ingeborg Bachmann sich dieser Gestalt annimmt. Hauptsa¨chlich verweist die Erza¨hlung auf die dichterischen Undien-Verarbeitungen von Friedrich de la Motte-Fouque, Jean Giraudoux und Hans Christian Andersen. Die drei Texte werden hier in Bezug zur Bachmannschen Erza¨hlung unter der Fragestellung betrachtet, welches Konzept von Weiblichkeit sich in ihnen vermittelt und wie es u¨bernommen, korrigiert oder umgestalt wird. Anschlieβend wird dargelegt, daβ es Ingeborg Bachmann bei ihren U¨bernahmen von Elementen aus der Bibel und aus der Mythentradition sicher nicht um die Wiederbelebung dieser Mythen geht. Ihre Einflechtung mythischer Bezu¨ge dient vielmehr der Erhellung eines Gegenwartsproblems, na¨mlich der Schwierigkeiten, mit denen das weibliche Autonomiestreben auf der Folie der deformierten Geschlechterbeziehungen in des heutigen Gesellschaft zu ka¨mpfen hat.;본 논문은 잉게보르그 바하만(Ingeborg Bachmann 1926-1973)의 단편집 『삼십세 Das dreiβigste Jahr』 중에서 신화를 소재로 한 두 개의 단편을 선택하여 여성문학적 시각으로 분석하였다. 성서의 고모라 이야기를 수용한 「고모라로 가는 한 걸음 Ein Schritt nach Gomorrha」 과 동화와 신화에서 유래한 운디네 모티프를 재구성한 반동화(Antima¨rchen)의 성격을 지닌 「운디네는 간다 Undine geht」를 분석함으로서 여성성의 신화적 구조를 해명하는데 그 목적을 두었다. 제 1장에서는 두 권의 시집 『유예된 시간 Die gestundete Zeit 1953』과 『큰 곰좌에의 호소 Anrufung des groβen Ba¨ren 1956』를 발표함으로서 시인으로서 성공한 바하만이 산문으로의 전판에 대한 평가와 그 수용에 관해 알아보고자한다. 최근 여성문학계에서는 평가절하되어 왔던 바하만의 산문을 여성문학의 선두적인 작품들로 재평가하고 있다. 제 2장에서는 이러한 바하만의 산문들을 개괄해 보았다. 또한 바하만은 가부장적 문화를 유지, 존속시키는 데 기여한 가부장적 요소를 지닌 신화적 여성상을 비판하며, 유토피아를 향한 새로운 모델을 제시한다. 본 장에서는 신화속에 나타난 가부장적 요소와 신화의 문학적 수용에 관해 살펴보고자 한다. 제 3장에서는 두 개의 단편을 형식과 내용면에서 구체적으로 고찰해 보았다. 바하만 작품의 특성이라고 볼 수 있는 양극성이 작품 속에서 어떠한 방식으로 표현되었으며, 문체상의 특징은 무엇인지를 살펴보았다. 내용면에서는 새로운 자기구상(Selbstentwurf)을 통하여 자율성을 추구하고자하는 「고모라로 가는 한 걸음」의 샬롯테와 시민적-가부장적 사회의 합목적적 사고와 왜곡된 양성간의 관계를 고발하며 이러한 사회로부터 벗어나고자하는 운디네의 전략을 살펴보았다. 또한 바하만이 두 작품에서 동화와 신화의 모티프를 어떻게 받아들이고 있는지를 살펴보았다. 바하만은 신화에서 유래한 이러한 모티프들을 여성성에 대한 오랜 고정된 이미지의 원천으로 보고 이러한 신화를 전복함으로서 여성의 자율성 추구를 위한 새로운 가능성을 제시하고 있다. 가부장적 신화는 여성에게 자신이 개체화되는 것을 막고 타율적인 보편성을 갖게 함으로서 여성의 자기이해와 자율성을 방해하는 요소로 작용해 왔다. 바하만은 이러한 신화를 새롭게 재구성함으로서 왜곡된 양성간의 관계와 여성의 자율성 추구의 어려움을 보여주고 있다.
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일반대학원 > 독어독문학과 > Theses_Master
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