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歷史劇 "Hannibal"에 나타난 Grabbe의 歷史認識

Title
歷史劇 "Hannibal"에 나타난 Grabbe의 歷史認識
Other Titles
Grabbes Geschichtserkenntnis im Geschichtsdrama "Hannibal"
Authors
尹小英
Issue Date
1985
Department/Major
대학원 독어독문학과
Keywords
역사극HannibalGrabbe역사인식
Publisher
이화여자대학교 대학원
Degree
Master
Abstract
본 논문에서는 Christian Dietrich Grabbe의 역사극 "Hannibal"에 나타난 역사 인식을 다루고 있다. 서론에서는 먼저 역사극의 개념을 규정하고 역사극 연구에 있어 선행되어야 할 문제는 역사관임을 지적한다. 또한 종래 1950, 60년대의 Grabbe에 대한 연구에서 일관되어진 허무적인 역사관을 작품 "Hannibal"에는 더 이상 적용시킬 수 없다는 가정 하에 "Hannibal"에 나타난 Grabbe의 역사 인식을 Grabbe 당대와 연관지어 살펴 보고자함을 밝힌다. Ⅱ장에서는 "Hannibal" 에 나타난 역사인식을 고찰하는 선행 작업으로 Grabbe의 역사극론과 현실에 대한 인식을 시대적 상황과 함께 살펴본다. Ⅲ장에서는 "Hannibal"에 나타난 Grabbe의 역사 인식을 고찰해 본다. 허무주의적인 역사관을 내세우는 종래의 연구에서 주장되어지던 바와는 달리 Grabbe는 역사를 현실 비판의 수단으로, 또한 더 이상 일개 영웅에 의해 좌우될 수 없는 것으로, 그리고 진보적으로 발전하는 것으로 인식하였음을 나타낸다. 한편 이 같은 인식은 현실 개선의 의도와 연결되고 있음을 지적한다. 결론에서는 "Hannibal"에 나타난 역사 인식은 Grabbe의 역사관을 허무주의적인 것으로 통일시킬 수 없음을 증명하는 동시에 Grabbe가 현실 사회에 바탕을 둔 진정한 역사극 작가였음을 나타내주는 것으로 큰 의의가 있음을 언급한다.;Ziel der vorliegenden Abhandlung ist es, durch Analyse des nach der franzo¨sischen Juli-Revolution von 1830 geschriebenen Geschichtsdramas "Hannibal" Grabbes Geschichtserkenntnis herauszuarbeiten und damit zu einer Revision der bisher zu einseitig nihilistischen Deutung der Geschichtsauffassung des Autors beizutragen. Wenn man davon ausgeht, daβ das Anliegen eines wahren Geschichtsdramas darin besteht, Geschichte zu deuten, eine Geschichtsauffassung zu geben, so ist die Geschichtsauffassung des Autors das wesentliche Element, das man bei der Untersuchung eines Geschichtsdramas vol allem behandeln sollte. Da jede Geschichtsdeutung im Geschichtsdrama stark vom Erleben der Geschichte der Gegenwart des Autors beeinfluβt ist, sollte die Untersuchung zur Geschichtsauffassung vom Zusammenhang ihrer zeitgeschichtlichen und gesellschaftlichen Bedingtheit her stattfinden. Aber die Grabbe-Forschung in den 50er und 60er Jahren, methodischer Reflexion weitgehend abhold und allenfalls an ideologiegeschichtlichen Betrachtungen interessiert, sah von dieser Bedingtheit ab und erkla¨rte Grabbes Geschichtsauffassung durchgehend als nihilistisch. Aber die sogennante nihilistische Geschichtsauffassung Grabbes scheint fu¨r das nach der franzo¨sischen Juli-Revolution geschriebene Geschichtsdrama "Hannibal" nicht mehr zu gelten. Daher bescha¨ftigt sich diese Abhandlung damit, Grabbes Geschichtserkenntnis im "Hannibal" im Busammenhang mit seinen zeitgeno¨ssischen Verha¨ltnissen zu untersuchen. Im ersten Abschnitt dieser Abhandlung wird erstens Grabbes Theorie des Geschichtsdramas betrachtet. Daraus ergibt sich, daβ jedes Geschichtsdrama Grabbes nur im Zusammenhang mit dem Charakter der jeweiligen Zeit seines Entstehens erkla¨rt werden kann. Demzufolge werden die damaligen Zeitverha¨ltnisse und Grabbes Auffassungen davon betrachtet. Daraus ko¨nnen wir erfahren, daβ die franzo¨sische Juli-Revolution eine wichtige Wende in Grabbes Bewuβtsein von Realita¨t war. Wie schon anhand seiner Briefe bewiesen wurde, lo¨ste er sich vom nihilistischen Pessimismus und wendete sich zum progressiven Optimismus, als er durch die aktuellen zeitgeschichtlichen Ereignisse seit der Juli-Revolution die Wirkung der politischen Praxis von sozialen Kollektivkra¨ften kennenlernte. Im zweiten Abschnitt befassen wir uns mit Grabbes Geschichtserkenntnis im "Hannibal" selbst. Daraus ergibt sich, daβ die sogenannte nihilistische Geschichtsauffassung auf das Werk "Hannibal" nicht angewandt werden kann. Die fru¨here Grabbe Forschung behauptete, daβ Grabbes Geschichtsauffassung mit der romantischen das Motiv der Sehnsucht gemeinsam habe. In einem solchen Fall ist nur die Vergangenheit selbst von Bedeutung. Zugleich behaupteten die Forscher, daβ der Tra¨ger der geschichtlichen Bewegung nach Grabbes Auffassung ausschlieβlich der groβer Mann sei und daβ mit dem Tod des groβen Mannes der verko¨rperte Sinn seiner Geschichtsepoche im Nichts versinke. Aber Grabbes Geschichtserkenntnis im "Hannibal" stellt sich anders dar. Erstens: Im "Hannibal" benutzte Grabbe die Geschichte als Mittel, die widerspruchsvolle, restaurative Realita¨t seiner Zeit zu kritisieren d. h. im "Hannibal" wird die Kritik an den aktuellen Zeitverha¨ltnissen zum zentralen Thema. Grabbes Kritik an der restaurativen, despotischen Herrschaft in Capua und an dem handelskapitalistischen Egoismus der Karthager beantworten die Frage nach den zeitgeschichtlichen Bezu¨gen des Stu¨cks aufs deutlichste. Zweitens: Grabbe hat erkannt, daβ individuelle Gro¨βe allein als Bedingung fu¨r sinnvolle historische Praxis nicht hinreicht. Der Sklavenaufstand in Capua und die Selbstzersto¨rung Karthagos beweisen, daβ Grabbe die gesellschaftlichen Kollektivkra¨fte als geschichtstragende Ma¨chte erfaβt hat. Drittens: Grabbe hat die Geschichte als progressiven Prozeβ betrachtet. Die Erfahrung der Praxisfa¨higkeit gesellschaftlicher Kollektive produzierten eine wichtige Wende in seinem historischen Denken. Am Beispiel der ro¨mischen Republik versuchte Grabbe zu demonstrieren, daβ sich die weltgeschichtliche Entwicklung auch ohne unmittelbare Beteiligung eines individuellen Groβen mo¨glich ist, wenn die Gesellschaft auf dem Primat des Allgemeininteresses gru¨ndet, dem alle Einzelinteressen unterzuordnen sind. Ander als die nihilistische Geschichtsauffassung, die die Mo¨glichkeit einer auf Verbesserung zielenden Praxis ausschlieβt, schlieβt Grabbes Geschichtserkenntnis im "Hannibal" die realistisch engagierte Absicht zu verbessern ein. Grabbes Ziel ist es ohne Zweifel gewesen, den Bu¨rgern der Restauration ihren widerspruchsvollen und unfreien Zustand vor Augen zu fu¨hren (in Capua-und Karthago-Szenen) und sie zur Erkenntnis der Notwendigkeit der Verbesserung zu bringen (in Sklavenauf-stand-Szene). Auβerdem legt Grabbe das utopische Rombild als Vorbild der errichtenden, veibesserten Gesellschaft vor. Damit ist klar geworden, daβ Grabbe in dem nach der franzo¨sischen Juli-Revolution geschriebenen Geschichtsdrama "Hannibal" keinem nihilistische Geschichtspessimismus das Wort redet. Wie die Einzelanalyse zeigen konnte, beweist Grabbes Geschichtserkenntnis im "Hannibal", daβ man Grabbes Geschichtsauffassung nicht als einheitliche, sogar nihilistische betrachten darf. Zugleich hat Grabbes Geschichtserkenntnis im "Hannibal" groβe Bedeutung, weil sie seinen eignen in seiner Dichtung gestalteten geschichtlichen Beitrag zur Verbesserung der widerspruchsvollen Zeitverha¨ltnisse darstellt.
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