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유겐트슈틸의 문학적 수용

Title
유겐트슈틸의 문학적 수용
Other Titles
Eine Studie zur Rezeption des Jugendstils in der Literatur : Am Beispiel des Fruhwerkes Hugo von Hofmannsthals
Authors
목승숙
Issue Date
1997
Department/Major
대학원 독어독문학과
Keywords
유겐트슈틸호프만스탈초기산문
Publisher
이화여자대학교 대학원
Degree
Master
Abstract
Die vorliegende Arbeit zielt darauf, durch die Untersuchung von einigen Motiven und Themen in Hofmannsthals friihen Werken, vor allem 'Das Ma¨chen der 672. Nacht」 (1895) und 「Lucidor」 (1909), eine einfuhrende Studie zur Rezeption des Jugendstils in der Literatur zu leisten. 'Jugendstil' ist kein Epochenbegriff, sondern nur eine der zahlreichen Stilrichtungen um 1900. Er ist die deutsche Variante jener internationalen Stilrichtung der bildenden Kunst um 1890-1910 zwischen dem Naturalismus und dem Expressionismus, wofiir in England die Benennung 'Modem Style', in Frankreich der Name 'Art Nouveau' und in O¨sterreich die Bezeichnung 'Sezession' iiblich ist. Die Bezeichnung wurde wie der Stilbegriff Barock zunachst fur die bildende Kunst gepragt und dann spater auch auf die Literatur ubertragen. Daher hangt die Ero¨rtemng der Frage, ob von einem literarischen Jugendstil gesprochen werden konnte, zusarmmen mit der in den spa¨ten funfziger Jahren einsetzenden Aufwertung des lange gering geschatzten Jugendstils in den bildenden Kunsten. Der Jugenstil ist tief verwurzelt im burgerlichen und grorßbu¨rgerlichen Kapitalismus und im aristokratischen Feudalismus, und Jugendstilkunstler gehoren daher zum wohlhabenden großsta¨dtischen Bu¨rgertum. Aus diesem Grund setzen ihre Leistungen paradoxerweise einen gesicherten Wohlstand voraus, obwohl sie zugleich sozial exklusiv waren und sich gegen Industralisierung und Materialisierung im wilhelminischen Zeitalter wandten. Die Bezeichnung Jugendstil wurde in Anlehnung an die Munchner Wochenschrift (1896-1940; hrsg. von Georg Hirth) als reines Jugendstil-Organ gebildet, und der Name 'Jugend' betont den ausgesprochenen Willen der neuen Kunst, mit der Vergangenheit zu brechen und ein vollig neuer Anfang zu sein. Seine Hauptleistungen lagen in den angewandten Kunsten und im Kunstgewerbe, in der Innendekoration, der Graphik und dem Schmuck. Die auffallenden Leitmotive des Jugendstils sind Pflanzen- und Naturformen in schwungvoll-omamentaler Linienfu¨hrung, die neptunischen Symbole Wasser, Fluß, Quelle, Brunnen, Welle, die Friihlingsmetaphem (Blu¨ten, Tanz, Licht) und Flachigkeit. Vor diesem Hintergrund entsteht in der Buchkunst eine moglichst enge Verbindung zwischen Illustration bzw. Dekoration und Text. Einen wichtigen Beitrag zu dieser Verbindung zwischen bildender Kunst und Literatur leisten die neuen Zeitschriften wie , , und . Diese Zeitschriften mit den Titeln, die Schlusselworter des Jugendstils sind, formulieren die wichtigsten Jugendstilpostulate in programmatischen Artikeln. Der literarische Jugendstil hat innerhalb des Antirealismus und Manierismus seine Stelle und ist in seinen Motiven und in seiner Opposition gegen die Wirklichkeit der Umwelt eng verwandt mit den Bildkiinsten. In Hofmannsthals fru¨hen Werken entdeckt man die Motive der geschwungenen Linien wie die sich verschlingenden Ornamente, Blumen, Ranken und die Motive der abgegrenzten Orte wie Ga¨rten, Glashauser. Das ha¨ngt damit zusammen, daß die Jugendstilku¨nstler sich in ihre isolierte innere Welt einklammern wollten, um sich vor den Angriffen und Forderungen des industriellen Zeitalters zu schutzen. Außerdem erscheint die geschwungene Linie auch als Manifestation der Bewegung des Lebens als ewig Fließendes und Prinzip des Wandels. Die anderen Motive des Jugendstils wie Jugend, Blu¨ten, Wellen und Tanz bedeuten dagegen den Neuanfang und das rauschhafte, unmittelbare und irrationale Erleben des Lebens. Im Jugendstil werden der physische Hintergrund, der Zeit- und Ortsbegriff aufgehoben. Er beschaftigt sich mit der Umrißlinie und Flache, deren Formprinzipien Reduzierung und Vereinheitlichung sind. Diese Umrißlinie kehrt den Gegenstand nach außen und uberbetont die Einzelerscheinung , wodurch der Gegenstand typisiert wird. In 「Das Ma¨rchen der 672. Nacht」 sind z.B. keine Personennamen und keine konkreten Ortsnamen zu finden. Diese Zweidimensinalitat fuhrt den Leser zur Anna¨herung an das Wesen des Gegenstandes. Der Jugendstil ist ein Stil der Krise, der Stil einer gesellschaftlichen Umbruchzeit, der mit dem Stichwort der Ambivalenz zu erfassen ist, die auch ein wichtiger Begriff fur die Analyse des modernen Romans ist. Er besteht aus unauflosbaren Widerspru¨chen wie Wollust und Untergang, Lebenssu¨ße und Todesna¨he, Lebenspathos und De´cadence. Diese Beobachtung bestatigt den Jugendstil als Bewegung des Fin de Sie`cle und gleichzeitig als Neubeginn. Demnach wird in dieser Arbeit weiterhin versucht, die ambivalenten Themen des Jugendstils zu analysieren. Besonders deutlich la¨ßt sich die Spannung zwischen Lebensbejahung und Lebensmudigkeit an den unterschiedlichen Frauentypen der Jahrhundertwende belegen, der 'femme fatale' auf der einen und der 'femme fragile' auf der anderen Seite. Beide Frauentypen finden sich in der Malerei wie in der Literatur. Die 'femme fragile' mit ihren uberzarten, kindlich-schlanken Formen und 'der Blasse verkorpert den morbiden, lebensschwachen Typ als nacktes Naturwesen, wa¨hrend die 'femme fatale', oft mit Tieren verglichen, die erotische, heißblu¨tige Frau voll Sinnlichkeit und Lebenskraft reprasentiert. Beide Frauentypen sind eng verbunden mit einer Ablehnung der gesellschaftlichen, traditionellen Weiblichkeitsvorstellungen und einem Protest gegen die Unnaturlichkeit der großsta¨dtischen Kleiderwelt. Im Kapitel Ⅳ. 1. werden am Beispiel 「Lucidor」die zwei Frauentypen und die Mischform wie Knaben-Madchen behandelt. Zum Schluß habe ich die Ambivalenz in 「Das Ma¨chen der 672. Nacht」 beleuchtet. Im Anschluß an die Tradition der Lebensphilosophie in Deutschland bildet sich eine ambivalente Haltung der deutschen Decadence heraus. Demnach ist das Leben im umfassenden Sinne von Werden und Vergehen, von Leben und Tod gepragt. Der Tod des jungen Kaufmannssohns als eines A¨stheten bzw. Decadents, der Hauptperson in 「Das Ma¨rchen der 672. Nacht」 , bedeutet demzufolge fu¨r Hofmannsthal keinen negativen Verfall, sondern wirkt eher als ein dialektischer Begriff, der neue Lebensformen und Verhaltensweisen bezweckt. Das individuelle Leben endet mit dem Tod um des gesteigerten uberindividuellen Gesamtlebens willen, das alle Widerspru¨che umfaßt. Die starke Betonung der Dialektik des Lebens, die im Kern der Lebensphilosophie bereits von Anfang an angelegt ist und von der deutschen De´cadence ubernommen wird, offenbart den dialektischen Charakter der Jahrhundertwende bzw. des Jugendstils. Diese Arbeit ist wie oben bereits angedeutet mehr als Versuch denn als fertige Wissenschaft gedacht und beweist sich in vieler Hinsicht als unzulanglich. Denn die Bewertung des Jugendstils ist noch unsicher, und er hat seine Gu¨ltigkeit noch pragmatisch zu erweisen. Dazu schra¨nkte ich diese Studie aus darstellungstechnischen Griinden auf die friihen Prosawerke Hofmannsthals ein. Aber angesichts der Tatsache, daß der Jugendstil in der koreanischen Germanistik noch unbekannt ist und die Idee von den verwandschaftlichen Beziehungen zwischen Texten und Bildern vertritt, setzt sich diese Arbeit vor allem zum Ziel, diese Lucke zu fu¨llen und auch dem immer mehr zunehmenden Anspruch auf die interdisziplina¨re Forschung zu entsprechen. Dafu¨r habe ich den Text durch geeignetes Bildmaterial aufgelockert.;본 논문은 호프만스탈의 초기 산문작품들을 예로 하여 미술사에서 비롯된 개념인 '유겐트슈틸'이 문학에서 어떠한 형태로 수용되었으며, 두 상이한 분야들간의 공통점은 무엇인가 하는 점을 모티브와 주제면에서 밝힘으로써 유겐트슈틸의 문학적 가치를 재조명하는 데 그 목적이 있다. 유겐트슈틸이 성행하던 1890-1910년은 세기말에 대한 불안과 새로운 세기에 대한 기대가 공존하던 시대였다. 체념과 더불어 개혁에 대한 의지 또한 충만했던 일련의 젊은 예술가 및 작가들은 기계화되고 문명화된 기성 사회의 가치관 및 도덕관, 예술관, 문학관에 반기를 들고 그들만의 새로운 양식을 만들어낸다. 그러나 그들의 삶에 대한 적극적, 긍정적 태도의 이면에는 당연한 시대적 귀결이라 할 수 있는 삶에 대한 소극적이고 도피적인 자세 역시 자리하고 있었다. 유겐트슈틸의 이러한 양가적 특성은 모티브와 주제들에서 발견되어진다. 본 논문에서는 우선 새로운 양식으로서 유겐트슈틸이 출현하게 된 시대적 요인과 예술사적, 문학사적 개념을 살펴보았다. 나아가 상이한 두 분야인 문학과 예술간의 연결고리를 미술과 문학이 결합된 형식인 유겐트슈틸 기관지와 책장식을 중심으로 조명하여 보았다. 그 다음으로, 문학에서의 유겐트슈틸의 특징인 반사실주의, 매너리즘 전통을 간략히 살펴보았다. 나아가 미술과 문학이 공통으로 즐겨 사용했던 모티브들을 고찰함으로써, 미술에서의 시각적 모티브가 문학에서 어느 정도까지 반영되고 있는가를 호프만스탈의 초기 산문인 「제 672일째 밤의 동화」를 예로 하여 규명하고자 하였다. 마지막으로, 유겐트슈틸을 주제적 측면에서 접근하여 유겐트슈틸 및 현대성의 주된 특징 중의 하나인 양가성의 문제를 세기말의 사회적, 철학적 배경과 연관지어 다루어 보았다. 「루치도어」와 「제 672일째 밤의 동화」는 각기 'femme fatale'과 'femme fragile', 삶의 파토스와 유미주의 및 데카당스라는 유겐트슈틸의 양가적 주제들을 잘 보여주고 있다. 이상의 연구에서 유겐트슈틸 미술과 문학이 모티브와 주제에서 서로 평행한 다는 사실을 밝혀냄으로써 문학 작품의 새로운 해석 가능성 및 유겐트슈틸의 재평가에 기여할 수 있을거라는 결론에 도달했다.
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일반대학원 > 독어독문학과 > Theses_Master
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